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27.12.2018 / Inland / Seite 4

»Dieses Wetter, Genosse«

Eine Stimme, die fehlen wird. Zum Tod von Ottomar Rothmann

Pierre Deason-Tomory

Im Alter von 97 Jahren ist am 14. Dezember Ottomar Rothmann verstorben, der letzte in Weimar lebende Mensch, der durch die Hölle von Buchenwald gegangen war. Er hinterlässt zwei Söhne, seine Frau Christel hatte er vor einem Jahr begraben. Es bleiben von ihm prägende Eindrücke bei Tausenden von jungen Menschen, die ihn in sieben Jahrzehnten erlebt und gehört haben und die er immun machte gegen die Naziseuche. Es wird nun fehlen eine Stimme der Erinnerung und Mahnung, die wie keine andere ihre Zuhörer im Herzen erreicht hatte.

Rothmann wird am 6. Dezember 1921 in Magdeburg in arme Verhältnisse geboren, sein Vater und seine Brüder sind links engagiert, über 1933 hinaus. 1943 wird Rothmann verhaftet. Er hatte mit einem Kinderdruckkasten kleine Flugblätter gegen den Krieg hergestellt und im Schutz der Verdunklung an Haustüren geklebt. Nachweisen kann man ihm nichts, ein Geständnis verweigert er, dennoch wird er in Buchenwald eingesperrt.

Im Konzentrationslager...

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