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22.12.2018 / Wochenendbeilage / Seite 3 (Beilage)

Neues vom Spiegel-Friseur

Arnold Schölzel

Dem Spiegel geht es nicht gut, ungefähr wie der SPD. Laut Branchendienst meedia.de sank die verkaufte Auflage der Hamburger in den vergangenen drei Jahren um etwa 20 Prozent auf rund 700.000 Exemplare im 3. Quartal 2018, »der schwächste Wert seit dem Jahr 1966«. Zufällig gingen damals die Sozialdemokraten zum ersten Mal eine sogenannte große Koalition mit CDU und CSU ein. Seitdem war die SPD wieder für jeden kalten und heißen Krieg zu gebrauchen, vor allem nach 1990. Die SPD-geführte Bundesregierung zierte sich 2002 noch aus wahltaktischen Gründen, an der Vorbereitung des Irak-Kriegs der USA teilzunehmen. Das hat sich gegeben. Heute wird das inzwischen im Irak stationierte Bundeswehr-Kontingent mit Hilfe der SPD von Jahr zu Jahr aufgestockt. Erneut gehen Millionen Tote auf das Konto der Partei. Warum es die noch gibt, wissen offenbar noch 15 Prozent der Wähler.

Dem Spiegel geht es ähnlich. Bis 1990 war er das bevorzugte Organ der Geheimdienste des Kalten ...

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