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21.12.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Goldschürfen zum Hungerlohn

In Südafrika kämpfen Arbeiter des Konzerns Sibanye-Stillwater für höhere Gehälter. Bereits drei Tote bei Streik

Christian Selz, Kapstadt

Glaubt man dem deutschen Anlegerportal Finanztreff.de, dann herrscht wieder vorweihnachtlicher Frieden in Südafrikas Bergwerken. »Gute Nachrichten für die Arbeitnehmer des südafrikanischen Gold- und PGM-Metall-Produzenten Sibanye-Stillwater«, verkündete das Medium am Mittwoch. Der Konzern, größter Goldproduzent des Landes, habe mitgeteilt, dass er sich »mit den Gewerkschaften auf einen Tarifvertrag verständigen« konnte. Der seit dem 21. November andauernde Streik werde beigelegt. Die Frage nach dem Wahrheitsgehalt der Meldung ließe sich frei nach dem Sender Jerewan allerdings mit »im Prinzip ja, nur die Arbeiter machen nicht mit« beantworten. Denn in der Realität, also außerhalb der Investoren-Traumwelt, kämpft die Association of Mineworkers and Construction Union (AMCU), die immerhin 43 Prozent der Beschäftigten vertritt, weiter für höhere Löhne. Der Streik, in dessen Verlauf bereits drei Menschen getötet wurden, geht weiter – und droht zu eskalieren.

Sp...

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