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21.12.2018 / Inland / Seite 4

Mitarbeiter »entsorgt«

Erding: Ukrainer zu Tode geprügelt. Kollegen vom Chef beauftragt?

Sebastian Lipp

Nachdem er seinen Lohn eingefordert hatte, wurde im November 2017 ein als Leiharbeiter für den Paketdienstleister GLS tätiger 51jähriger Ukrainer zu Tode geprügelt. Fünf ehemalige Kollegen wurden am Mittwoch wegen dieser Tat verurteilt.

»Sie alle haben Familien und Freunde in der Heimat zurückgelassen, um Arbeit zu finden und ihren Lebensunterhalt zu bestreiten«, sagte der Anwalt der Witwe in seinem Schlussvortrag in dem Verfahren vor dem Landgericht Landshut in Richtung der Angeklagten. Sie landeten bei einer Zeitarbeitsfirma, die Arbeiter an den großen Paketdienstleister verlieh. »Das haben Sie mit ihren Opfern gemeinsam«, so Rechtsanwalt Korbinian Ortner weiter. Für keinen von ihnen habe sich jedoch »die Suche nach einem besseren Leben« erfüllt. Sie wurden um ihren Lohn geprellt, landen im Gefängnis oder bezahlten mit dem Leben.

Der eigentliche Tatablauf ist nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft klar: In der Nacht auf den 13. November letzten Jahres ...

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