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19.12.2018 / Titel / Seite 1

NSU mit Dienstmarke

Polizisten sollen Anwälte von Neonaziopfern bedroht und ausspioniert haben. Ermittlungen in weiteren Dienststellen gegen rechte Verschwörer

Sebastian Carlens

Bundeswehr, Geheimdienste, Polizei: Wo in der BRD sind eigentlich keine verschwörerischen Neonazistrukturen aktiv? Bereits vergangene Woche waren in Frankfurt am Main fünf Beamte vom Dienst suspendiert worden. Sie sollen Drohbriefe verschickt und mit dem Kürzel »NSU 2.0« (für »Nationalsozialistischer Untergrund«) unterschrieben haben. Laut Medienberichten vom Montag abend ermittelt das Hessische Landeskriminalamt (LKA) nun auch außerhalb Frankfurts. Die FAZ berichtete von einer Durchsuchung in einer Dienststelle im Landkreis Marburg-Biedenkopf, Verdachtsfälle in anderen Präsidien würden »polizeiintern geprüft«. Der Tagesspiegel meldete mit Verweis auf »Sicherheitskreise«, dass die Staatsanwaltschaft Verfahren gegen weitere Polizeibeamte eingeleitet habe. Eine Bestätigung steht noch aus.

Die Ermittlungen gegen die Beamten aus dem Frankfurter 1. Revier konzentrierten sich zunächst auf eine geheime Chatgruppe, in der sich die Polizisten NS-verherrlichende un...

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