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18.12.2018 / Feuilleton / Seite 10

Kultur des Verdachts

Zu den Vorwürfen der israelischen Regierung, das Jüdische Museum Berlin sei »antiisraelisch« aktiv

Wiebke Diehl

Einiges Aufsehen erregte in der vergangenen Woche ein Schreiben der israelischen Regierung, das der Taz vorliegt. Darin wird die Bundesregierung aufgefordert, ihre Unterstützung in den besetzten Gebieten tätiger Nichtregierungsorganisationen (NGOs) »grundsätzlich« zu überdenken und »eine Überprüfung ihrer Finanzierungsrichtlinien vorzunehmen«, wie die Taz berichtete. Zugleich würden dem Jüdischen Museum Berlin »antiisraelische Aktivitäten« vorgeworfen. Zwar trage das Schreiben, wie bei Regierungsschreiben üblich, keine Unterschrift. Es sei aber davon auszugehen, dass die Urheberschaft bei der israelischen Regierung liege. Die habe den Brief – unter Umgehung des üblichen Wegs über die eigene Botschaft – direkt ans Bundeskanzleramt und das deutsche Ministerium für Wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit geschickt.

Die Unterstellung, von nationalen Partnerorganisationen der Bundesregierung geförderte lokale NGOs verfolgten einen antiisraelischen oder ...

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