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18.12.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Umschlagplatz für Steuerdiebe

Niederlande Sitz von rund 14.000 Briefkastenfirmen. Königreich weltweit beliebt bei »Investoren«

Gerrit Hoekman

Im vergangenen Jahr strömten 4.587 Milliarden Euro aus dem Ausland in die Niederlande. Die gewaltige Summe ist allerdings ein Potemkinsches Dorf: 80 Prozent verließen nämlich das Königreich direkt wieder – über eine der rund 14.000 Briefkastenfirmen. Dies teilte das staatliche Centraal Bureau voor de Statistiek (CBS) am Donnerstag per Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Die Nachricht unterstreicht einmal mehr, dass es nicht nötig ist, nach Panama zu gehen, um verdächtiges Geld durchzuschleusen. Auch gleich um die Ecke liegt mit den Niederlanden ein Eldorado für Briefkastenfirmen. Beleg: Nur ein Fünftel dieser 14.000 Briefkastenfirmen ist wirtschaftlich aktiv, so das Centraal Bureau. Die übergroße Mehrheit von ihnen besitzt tatsächlich in den Niederlanden nicht mehr als eine Postadresse. Sie dienen alleine der Steuervermeidung oder der Geldwäsche.

Deshalb ist es üblich, dass sich fünf, sechs, sieben Firmen eine Adresse teilen. Selbst wenn es unter der Ansch...

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