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13.12.2018 / Feuilleton / Seite 11

Vade Satana!

Der cineastische Arm des christlichen Fundamentalismus: Nikolas Schreck untersucht den Teufel in der Filmgeschichte

Gerhard Hanloser

Für Marxisten ist er kein Thema: der Teufel. Dem einen oder anderen Anarchisten dagegen wie Michail Bakunin wurde nachgesagt, dass er Okkultist und Satanist gewesen sei. Alles Schnee von gestern, bestenfalls subversive Ministrantenfreuden und den gesellschaftlichen Verhältnissen unangemessen, könnte man meinen. Tatsächlich findet sich jedoch auch heute noch die Vorstellung eines zu bekämpfenden personifizierten Bösen in den um sich greifenden Pfingstkirchen wie im altgläubigen Katholizismus. Die moderne Welt mit ihrer Kulturindustrie hat diese Figur hingegen längst im Artifiziellen aufgehen lassen und dorthin verbannt, wo schöner oder böser Schein gefragt ist: ins Kino.

Die Leinwandauftritte des Teufels reichen weit zurück, im Grunde bis zu der Erfindung des Films Ende des 19. Jahrhunderts. Darauf macht Nikolas Schreck in seinem empfehlenswerten Buch über den Teufel in der Filmgeschichte aufmerksam. Bereits 2001 hatte Schreck ein Buch über »Luzifers Leinw...

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