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15.12.2018 / Feuilleton / Seite 11

Von Marx zu Matthäus. Dem Philosophen Alfred Kosing zum 90.

Frank Schumann

Alfred Kosing habe »zu jenen Unphilosophen« der DDR gehört, monierte ein übellauniger Rezensent, »deren Bücher wegen Unlesbarkeit« liegenblieben. Doch bevor die Gegenfrage gestellt werden konnte, welche philosophischen Schriften wegen ihrer Lesbarkeit in Bestsellerlisten stehen, revidierte sich der Autor: Er habe »das alte, verhasste Staatsbürgerkundebuch (Kosing/Hahn) hervorgekramt, um voller Erstaunen festzustellen, dass man es tatsächlich lesen und verstehen kann«.

Na sieh mal einer an.

Die Besprechung galt den Erinnerungen Kosings, die Ende 2008, zu seinem 80. Geburtstag, erschienen. Die »Innenansichten als Zeitzeugnisse. Philosophie und Politik in der DDR« sollten, was damals nicht absehbar war, den Auftakt für ein sehr produktives Jahrzehnt bilden. Mehr als ein halbes Dutzend dickleibiger Bücher entstanden. Ob sich Kosing, der an diesem Sonnabend 90 wird, auf diese Weise als bedeutendster lebender marxistischer Philosoph Deutschlands etabliert hat, ...

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