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15.12.2018 / Inland / Seite 4

Um Mitternacht im Ausschuss

Terroranschlag in Berlin: Geheimdienstler zu später Stunde im Bundestag über Behördenzeugnis im »Fall Amri« befragt

Claudia Wangerin

Brisant wird es in den öffentlichen Sitzungen des Untersuchungsausschusses zum Terroranschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz im Bundestag oft erst am späteren Abend. Als letzter Zeuge sowohl an diesem Tag als auch in diesem Jahr wurde am Donnerstag nach Redaktionsschluss der Verfassungsschutzbeamte Henrik Isselburg vernommen. Der 44jährige, der unter diesem Arbeitsnamen auftrat, war nach eigenen Angaben bis Mitte 2016 als Referatsleiter für »operative Auswertung« im Bereich Islamismus und islamistischer Terrorismus zuständig. Vor ihm war in geschlossener Sitzung eine »relevante« männliche Person befragt worden, die dem salafistischen Umfeld des Attentäters zugeordnet und daher unter strengen Sicherheitsvorkehrungen in die Bundestagsliegenschaft gebracht worden war.

Nach dieser Vernehmung wurde der Geheimdienstler Isselburg zunächst öffentlich befragt – allerdings begleitet von einem Zeugenbeistand mit militärischem Auftreten: Rechtsanwalt Dr. Daniel Kr...

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