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14.12.2018 / Ausland / Seite 6

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Warum der Machtwechsel in Armenien so geräuschlos vonstatten gehen konnte

Reinhard Lauterbach

Das Ergebnis der Wahlen vom vergangenen Sonntag war in der Tendenz so erwartet worden, doch die Höhe des Erfolges für das Regierungslager überraschte dennoch. Gut 70 Prozent der Wähler des Kaukasusstaates sprachen dem im Frühjahr nach wochenlangen Protesten an die Macht gelangten Ministerpräsidenten Nikol Paschinjan ihr Vertrauen aus. Selbst die ins Parlament gelangten Oppositionsparteien vertreten Milieus, mit denen Paschinjan früher zusammengearbeitet hat. Der Durchmarsch der neuen Leute scheint gelungen zu sein.

Gleichzeitig ist Armenien das erste »postsowjetische« Land, in dem ein solcher Machtwechsel tatsächlich so »samten« vonstatten ging, wie es das politische Marketing der »Revolution« vom April zuschrieb. Der von Paschinjan gestürzte Regierungschef Sersch Sargsjan wurde am Sonntag gesehen, wie er in aller Ruhe seine Stimme abgab.

Ein Hintergrund dieses geräuschlosen Wandels ist das generell klientelistische Verhältnis zwischen Geschäftswelt und P...

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