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10.12.2018 / Ansichten / Seite 8

An Frieden kein Interesse

UN-Gespräche zum Jemen

Wiebke Diehl

Nach Zehntausenden Getöteten und ungezählten Verhungerten in Folge der völkerrechtswidrigen, von Saudi-Arabien verhängten Blockade des Landes braucht der Jemen zweifellos nichts mehr als Frieden. Darum ist es ein Erfolg, dass die indirekt geführten Friedensgespräche zwischen der international anerkannten, demokratisch aber seit Jahren nicht mehr legitimierten »Regierung« von Abed Rabbo Mansur Hadi und den Ansarollah (»Huthis«) endlich in Schweden stattfinden.

Aber es sind nicht die dort am Tisch Sitzenden, die über Krieg und Frieden entscheiden. Für die westlichen Industrienationen sind der Jemen-Krieg und die beständig gesteigerten Rüstungsexporte in die Golfmonarchien ein profitables Unternehmen. »Präsident« Hadi ist eine Marionette Riads, das den Jemen wie eine saudische Provinz behandelt und gemeinsam mit seinen westlichen Partnern, allen voran der US-Regierung, handfeste wirtschaftliche und geostrategische Zi...

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