Gegründet 1947 Montag, 25. März 2019, Nr. 71
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08.12.2018 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Das ist nicht, was der Westen erhofft«

Gespräch mit Alexander Rahr. Über das historische und aktuelle Verhältnis von Russland zum übrigen Europa, die Vision der Eurasischen Union sowie Chinas Rolle

Reinhard Lauterbach

Herr Rahr, was veranlasst einen altgedienten Politikberater wie Sie, einen Roman mit dem Titel »2054 – Putin decodiert« zu schreiben?

Ich wollte mal etwas anderes machen, nicht einfach weitere Sachbücher schreiben, die dann nur von Experten gelesen werden, wenn überhaupt. Ich wollte, um mal etwas auszuprobieren und an einen breiteren Leserkreis heranzukommen, einen Roman schreiben. Warum? Weil man so Dinge sagen kann, die man als Wissenschaftler hundertmal beweisen muss. In einer Erzählform lässt sich vieles andeuten, über vieles auch spekulieren.

In Ihrem Buch gibt es einen Handlungsstrang, der im 16. Jahrhundert spielt. Da zieht eine deutsche Delegation, fast wie eine Vorhut der Bahrschen Entspannungspolitik, nach Moskau, um dem Zaren Iwan IV., bei uns bekannter als der »Schreckliche«, ein antitürkisches Bündnis vorzuschlagen – sehen Sie wirklich Parallelen zwischen Putin und Iwan dem Schrecklichen oder dem damaligen Moskauer Zarenreich und dem heutigen...

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