Gegründet 1947 Sa. / So., 20. / 21. Juli 2019, Nr. 166
Die junge Welt wird von 2201 GenossInnen herausgegeben
08.12.2018 / Geschichte / Seite 15

Stadt der Märtyrer

Vor 75 Jahren verübte die Wehrmacht in der Ortschaft Kalavryta ein Massaker an griechischen Zivilisten

Martin Seckendorf

Mit der Vernichtung der deutsch-italienischen Verbände in Nordafrika zwischen November 1942 und Mai 1943 geriet die Wehrmacht auch im Mittelmeergebiet in die strategische Defensive. Seit Ende 1942 ging die deutsche Führung davon aus, dass die Alliierten die neuen operativen Möglichkeiten für Großlandungen besonders in Westgriechenland nutzen werden. Die Wehrmachtsführung betonte, die »gefährlichste Stoßrichtung« einer alliierten Offensive sei »die gegen den Golf von Patras«. Eine solche Operation könne über den Isthmus von Korinth direkt nach Athen und Mittelgriechenland führen. Im Zusammenhang mit diesen Überlegungen gewann die Peloponnes erhebliche militärische Bedeutung.

Das größte Problem der Deutschen bei der Vorbereitung auf eine alliierte Landung bestand darin, dass die Griechische Nationale Befreiungsfront (EAM) und ihr militärischer Arm, die Griechische Nationale Befreiungsarmee (ELAS), auf der Halbinsel große Gebiete befreit hatten. Die dort sta...

Artikel-Länge: 8052 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €