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08.12.2018 / Thema / Seite 12

Von Glück, Scheitern und Moral

Äußere und innere Kämpfe. Die Novemberrevolution in der Literatur: Bertolt Brecht, Theodor Plievier und Alfred Döblin

Kai Köhler

Was tun Schriftsteller in der Revolution, was tun sie mit der Revolution? Zunächst einmal sind sie in einer ähnlichen Lage wie andere Leute auch. Sie haben Alltagsprobleme zu lösen: Draußen wird vielleicht geschossen. Wo ist es sicher? Welchem Gerücht kann man trauen? Wer erledigt den Einkauf, wo überhaupt bekommt man für die Lebensmittelmarken ein wenig Margarine oder sogar ein halbes Huhn? Tagebucheintragungen und Briefe berichten von solchen Nöten. Berufsbedingt können Schriftsteller diese Verhältnisse präziser und anschaulicher fassen als die meisten anderen Leute. Aber besonders sind sie nicht. Auch ihre politischen Einschätzungen erweisen sich, im Rückblick, als nicht überdurchschnittlich treffend.

Dann gibt es die engagierten Schriftsteller. Manche, wie Ernst Toller in der Münchner Räterepu­blik, werden in der zugespitzten Lage zu Aktivisten. Das ist konsequent, nützlich und macht sie zu Politikern, die sich von anderen Politikern nicht unterscheid...

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