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06.12.2018 / Inland / Seite 8

»Anzeigen führen nur sehr selten zu einer Verurteilung«

Polizeigewalt: Studie an Bochumer Ruhr-Uni soll Licht ins Dunkelfeld bringen. Gespräch mit Tobias Singelnstein

Kristian Stemmler

Nach dem G-20-Gipfel in Hamburg im Juli 2017 sagte der damalige Erste Bürgermeister, Olaf Scholz von der SPD, es habe keine Polizeibrutalität gegeben, obwohl Berichte und Bilder das Gegenteil belegten. Auch bei den Protesten im Hambacher Forst wurde viel über das Thema gesprochen. Gibt es heute mehr Polizeigewalt?

Ich glaube, dass es schon seit längerer Zeit eine größere Sensibilität der Öffentlichkeit für die Thematik gibt. Bis weit in die 90er Jahre hinein wurde das Problem in der Polizei und von weiten Teilen der Politik unter den Teppich gekehrt. Dokumentierte Vorfälle wurden als Verstöße von einzelnen schwarzen Schafen dargestellt. Seit zehn bis 15 Jahren haben wir aber eine Debatte, die das Thema stärker aufgreift. Es gibt etwa wegen der Verbreitung von Handys häufiger Filmaufnahmen von solchen Vorfällen.

Mit einem Forscherteam haben Sie an der Ruhr-Universität Bochum eine auf zwei Jahre angelegte Studie zu Polizeigewalt gestartet. Was war der Anlas...

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