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06.12.2018 / Ausland / Seite 7

Dynastie beenden

Boykott und Demonstration: Bevölkerung im westafrikanischen Togo fordert endlich gültige Wahlen

Ina Sembdner

Die togoische Opposition setzt erneut zu einem Versuch an, die Herrschaft der Familie Gnassingbé zu beenden. Am vergangenen Samstag kamen nach Medienberichten über 500.000 Menschen in verschiedenen Städten Togos zusammen, um gegen die für den 20. Dezember angesetzten Parlaments- und die bereits vier Tage vorher stattfindenden Kommunalwahlen zu protestieren. Zudem ist zeitgleich ein Referendum über eine Verfassungsreform angesetzt worden. Die Regierung unter Präsident Faure Gnassingbé hatte am 9. November eine Verfassungsreform verabschiedet, die im Kern die Begrenzung der Amtszeit des Staatschefs auf zwei Wahlperioden umfasst.

Die Entrüstung der Bevölkerung rührt daher, dass die Reform nicht rückwirkend gilt und der jetzige Präsident, der seit 2005 an der Macht ist, somit auch 2020 und 2025 erneut antreten dürfte und nach gegenwärtiger Lage auch gewinnen würde. Hinzu kommt, dass die Verfassung von 1992 eigentlich eine Amtszeitbegrenzung vorsieht. Der dama...

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