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05.12.2018 / Thema / Seite 12

Im Niemandsland

Seit der Nuklearkatastrophe von Fukushima ist das Gebiet um das havarierte Atomkraftwerk weiträumig evakuiert. Die Regierung verbreitet Zuversicht, aber die Strahlenwerte sprechen eine andere Sprache

Unai Aranzadi

Die Züge fahren wieder, aber sie sind leer. Sieben Jahre nach der Havarie des Atomkraftwerks Fukushima I ist der Schienenverkehr in die Gemeinden in der Nähe der Anlage teilweise wiederhergestellt. 2017 wurde das Betretungsverbot für einige Städte, die sich innerhalb der 20-Kilometer-Zone rund um das Kraftwerk befinden, aufgehoben. Zurückgekehrt sind seitdem nur wenige Menschen. In Namie, einer Stadt mit ehemals 20.000 Einwohnern, leben gerade einmal 400 Menschen. Man denkt unwillkürlich an Krieg, wenn man aus dem Zug aussteigt und den verlassenen Bahnhof durchquert. Die Hauptstraße ist leer, keine Menschenseele zu sehen. Aber wo ist der Feind? »Die radioaktive Strahlung ist unsichtbar, es gibt nichts, das dich vor der Gefahr warnt, die hier überall lauert«, sagt Pete Kobayashi, der in der düsteren Vorhalle eines verlassenen Hotels sitzt. Er ist Fotograf und dokumentiert seit Jahren die Auswirkungen einer Tragödie, die als »die dreifache Katastrophe» beze...

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