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05.12.2018 / Feuilleton / Seite 11

Wo die Tür klemmt

Hölle der lahmen Bildungsscherze: Lars von Triers neuer Film »The House that Jack Built«

Peer Schmitt

Schluck. Spei. Schauder. Wieder einmal steht da die dunkelste Schattenschwärze, gleichsam der Urgrund des Realen, am Anbeginn einer weiteren komischen Großanstrengung des erratisch stets bemühten dänischen Filmemachers Lars von Trier. Sie heißt »The House that Jack Built«.

Zumindest kein schlechter Titel. Er geht auf einen Kinderreim zurück. Are­tha Franklin hatte Ende der 60er einen kleinen gleichnamigen Hit. Für Connaisseure Trierscher Bemühungen mag es wichtiger sein, dass in einer Bordellszene in seinem Film »The Element of Crime« (1984) eine Prostituierte hinter einem Käfiggitter einem kleinen Jungen ein paar Verse aus jenem Kinderreim vorliest, während ein u. a. mit einer Mordserie beschäftigter Zitat-Detektiv eine Suppe löffelt. So was kann man sich alles einbrocken, wenn Kunst ins Haus steht.

In dem Film wird dann tatsächlich ein Haus gebaut. Es wird nicht fertig. Das Haus: Allegorie von Werk und Gewerk.

Doch zurück zur Auftaktschwärze. Diese begl...

Artikel-Länge: 5798 Zeichen

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