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05.12.2018 / Ausland / Seite 7

Pristina lässt Serben hungern

Proteste in Kosovo nach Zollerhöhung um 100 Prozent. EU bleibt tatenlos. Provinz will eigene Armee gründen

Roland Zschächner

Für die Serben im Norden der Provinz Kosovo geht es ums Überleben. Am Dienstag sind in mehreren Städten der Region erneut Tausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die Erhöhung der Einfuhrzölle auf Waren aus Serbien und Bosnien und Herzegowina um 100 Prozent zu protestieren. Bald gingen die Lebensmittel aus, auch Medikamente und andere Produkte würden knapp. Die Demonstranten hielten Schilder mit der Aufschrift »100 Prozent Steuern, null Prozent Freiheit«. Außerdem kritisierten sie, dass die Europäische Union bisher tatenlos blieb.

Die Zollerhöhung war am 21. November vom kosovarischen Regierungschef Ramush Haradinaj ohne Vorwarnung eingeführt worden. Der ehemalige UCK-Kommandeur begründete den Schritt damit, Serbien untergrabe den »Normalisierungsprozess«. Belgrad würde »eine aggressive Kampagne gegen das Kosovo auf der internationalen Bühne fortsetzen«. Der Premierminister kündigte zudem »weitere Maßnahmen« an.

Hintergrund der jüngsten Provoka...

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