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05.12.2018 / Inland / Seite 5

Schuften für Sozialhilfe

NGG: Mehr als jeden dritten Beschäftigten erwartet nach 45 Arbeitsjahren eine Rente unterhalb der Grundsicherung

Susan Bonath

Das Rentenkürzungspaket der Bundesregierung trifft auf einen wachsenden Niedriglohnsektor voll prekärer Arbeitsverhältnisse: Noch mehr Ältere als gedacht werden wohl ihren Lebensabend in Armut verbringen. Das ergibt eine neue Rentenprognose der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG). Laut des am Montag vorgestellten Papiers drohen 12,8 Millionen Beschäftigten in Deutschland Altersbezüge unterhalb der Sozialhilfe – und zwar nach 45 Jahren im Beruf. Damit würden rund 42 Prozent der heute Arbeitenden im Alter weniger als 785 Euro erhalten. Das ist der aktuelle durchschnittliche Sozialhilfesatz für Alleinstehende.

Für die NGG-Analyse haben Wissenschaftler vom Pestel-Institut in Hannover zahlreiche Statistiken ausgewertet. Die Autoren gingen vom aktuellen Einkommen aus und legten ein Rentenniveau von 48 Prozent zugrunde. Letzteres ließ die Bundesregierung durch ein jüngst vom Parlament beschlossenes Rentenpaket allerdings nur bis zum Jahr 2025 festsch...

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