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04.12.2018 / Ausland / Seite 7

Vierte Transformation

Mexikos neuer Präsident López Obrador verspricht zum Amtsantritt tiefgreifende Veränderungen. 150.000 Menschen feiern auf dem Zócalo

Torge Löding

Als vor sechs Jahren der bisherige mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto (PRI) sein Amt antrat, gab es in Mexiko-Stadt schwere Ausschreitungen, denn offenkundig war sein Wahlsieg durch Manipulation der Abstimmung ermöglicht worden. Dabei traf den Theateraktivisten »Kuy« – eigentlich Juan Francisco Kuykendall Leal – ein von Polizisten abgefeuertes Gummigeschoss. Der damals 67jährige, der das 1968 von Einsatzkräften an protestierenden Studenten verübte Massaker von Tlatelolco überlebt hatte, fiel ins Koma und starb 13 Monate später.

An diesem Samstag kam es anders. Anstelle von Protestierenden strömten mehr als 150.000 Menschen auf den zentralen Platz »Zócalo«, um ihren neuen Präsidenten zu feiern. Im dritten Anlauf hatte es Andrés Manuel López Obrador geschafft und gab eine Regierungserklärung ab, die es in sich hatte. Er werde Neoliberalismus und Korruption beenden, kündigte der Morena-Politiker an. Als 1983 die neoliberale Agenda eingeführt wurde, se...

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