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03.12.2018 / Ausland / Seite 6

Israel umwirbt Afrika

Tschads Präsident Déby überraschend in Jerusalem. Tel Aviv sucht engere Beziehungen zu arabischsprachigen Ländern

Gerrit Hoekman

Auf der Weltbühne bahnt sich still und leise eine neue politische Beziehung an: Israel und die Republik Tschad knüpfen erste Bande. Am 25. November war Tschads Präsident Idriss Déby zu Gast in Jerusalem. Demnächst will Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu zum Gegenbesuch nach Zentralafrika reisen.

Das Treffen kann als historisch bezeichnet werden. Zum allerersten Mal weilte ein Staatsoberhaupt aus dem Tschad in Israel. Die beiden Staaten unterhalten seit 1972 nicht einmal mehr diplomatische Beziehungen. Damals hatte die Union für Afrikanische Einheit, die Vorgängerin der Afrikanischen Union, alle Brücken nach Tel Aviv abgebrochen.

Nun besuchte Déby plötzlich nicht nur Jerusalem, sondern auch die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Das kommt bei seinen zahlreichen Gegnern in der Heimat nicht gut an. Denn das überwiegend muslimische Land sympathisierte bis jetzt traditionell mit der palästinensischen Befreiungsbewegung.

Die Opposition schäume, berichtet...

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