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30.11.2018 / Feminismus / Seite 15

Unterschätzte 68erinnen

Zwei Bücher werfen einen anderen Blick auf das Jahr der Revolte und betonen die feministischen Erfolge jener Zeit

Johanna Montanari

Wenn sich Bilder erst einmal in den Medien etabliert haben, ist es schwierig zu sehen, dass sie nicht die einzig möglichen sind. Dieser Herausforderung nimmt sich die Historikerin Christina von Hodenberg mit ihrem Buch »Das andere Achtundsechzig« an. Sie prüft weitverbreitete Annahmen über die 1968er Revolte in der Bundesrepublik Deutschland und verdeutlicht, dass diese Annahmen durch eine männliche und bildungsbürgerliche Brille zustande gekommen sind. Von Hodenberg kritisiert insbesondere den Fokus auf einzelne prominente Männer wie Rudi Dutschke oder Rainer Langhans und die Darstellung der politischen Kämpfe von 1968 als Generationenkonflikt, bei dem die Jungen ihre Eltern nach deren Nazivergangenheit fragten und sich darüber politisierten.

Die Autorin, die heute als Professorin an der Queen Mary University of London lehrt und das Deutsche Historische Institut in London leitet, war 1968 selbst noch ein Kleinkind. Im Zentrum ihres Buches stehen Tonbä...

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