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30.11.2018 / Inland / Seite 5

Kik vor Gericht

Dortmund: Prozess gegen Textildiscounter wegen größtem Industrieunfall in Pakistans Geschichte

Gerrit Hoekman

Am gestrigen Donnerstag beschäftigte sich das Landgericht in Dortmund mit einer Klage gegen den Textildiscounter Kik: Vier Klägerinnen und Kläger aus Pakistan geben dem Unternehmen eine Mitschuld am größten Industrieunfall in der Geschichte des Landes. Am 11. September 2012 waren bei einem Brand in der Textilfabrik »Ali Enterprises« in Karatschi mehr als 25o Menschen ums Leben gekommen. Die meisten Toten waren Näherinnen. Sie erstickten im Keller des Gebäudes, weil die Fabrik keine Notausgänge hatte. Auch Kinder waren unter den Opfern.

Ali Enterprises hatte überwiegend für Kik produziert. Drei der Kläger vor dem Landgericht in Dortmund sind Angehörige von Opfern, einer der Kläger hat den Brand überlebt. Sie fordern eine Entschädigung von jeweils 30.000 Euro.

Der Prozess könnte allerdings schneller zu Ende sein, als den Klägern lieb sein dürfte. Im Mittelpunkt der mündlichen Anhörung am Donnerstag stand die mögliche Verjährung des Brandes. Ein vom Gericht ...

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