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29.11.2018 / Ausland / Seite 6

Spätes Schuldeingeständnis

Nach Druck von Holocaust-Überlebenden und deren Angehörigen will niederländische Eisenbahngesellschaft Entschädigungen zahlen

Gerrit Hoekman

Die niederländische Bahngesellschaft Nederlandse Spoorwegen will den Überlebenden des Holocausts und den Angehörigen der Opfer erstmals eine Entschädigung zahlen. Das berichtete die öffentlich-rechtliche Nachrichtensendung »Nieuwsuur« am Dienstag. Damit beendet das Unternehmen außergerichtlich den Streit mit dem Nachfahren Salo Muller.

»Wir haben zusammen beschlossen, eine Kommission einzurichten, um uns nicht juristisch gegenüberzustehen«, teilte Bahngeneraldirektor Roger van Boxtel am Dienstag mit. Die Kommission soll einen Weg finden, wie die Betroffenen angemessen entschädigt werden können – in welcher Höhe und wer darauf Anspruch hat, ist noch unbekannt.

Während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg schaffte Nederlandse Spoorwegen im Auftrag der Nazis Juden in das Zwischenlager Westerbork. Auch die Familie von Anne Frank war zwischenzeitlich dort inhaftiert. Die Bahngesellschaft leistete nicht nur keinen Widerstand gegen die Deportation, sie n...

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