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27.11.2018 / Feuilleton / Seite 10

Sanfter Biss

Und ein Sinn fürs Dralle. Die Ausstellung »George Grosz in Berlin« im Berliner Bröhan-Museum zeigt auch unbekannte Seiten des Hitler-Kritikers

Gisela Sonnenburg

Wer sich Hitler in der Hölle vorstellen möchte, sollte die Ausstellung »George Grosz in Berlin« im Bröhan-Museum in der Bundeshauptstadt besuchen. »Cain or Hitler in Hell« heißt das aufsehenerregende Gemälde dort, das Adolf Hitler alias Kain, der seinen Bruder erschlug, wie einen gescheiterten germanischen Riesen auf einem blutigen Schlachtfeld kummervoll sinnierend hocken lässt. An den Beinen des Gramgebeugten tanzen winzige Skelette empor: als Rachegeister seiner Taten. Grosz (1893–1959) malte das Ölbild 1944, ein Jahr vor Kriegsende, so hellsichtig und mutig, wie er es sein Leben lang war.

Die Beziehung des gebürtigen Berliners zu seiner Heimatstadt war mehr als nur die eines Künstlers zu seiner Muse. Im Herzen blieb Grosz lebenslang Berliner, auch nach seiner Auswanderung in die USA, die er, wiederum vorausschauend, schon 1932 eingefädelt und kurz vor der Machtübertragung an die Nazis 1933 vollzogen hatte. Vom Parteikommunismus hatte sich Grosz zwar 1...

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