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27.11.2018 / Ansichten / Seite 8

Gewalt entscheidet

Streit um die Krim

Reinhard Lauterbach

Durchblicker unter den russischen Kommentatoren waren mit einer Erklärung für die Eskalation der Lage rund um die Krim schnell bei der Hand. Petro Poroschenko wolle auf diese Weise nur Stimmung machen und so seine Wahlchancen steigern. Andere Erklärungen liefen dem tendenziell entgegen, indem sie argumentierten, es gehe Poroschenko genau darum, die für Ende März 2019 angesetzten Präsidentenwahlen auszusetzen und ohne demokratisches Mandat weiterzuregieren.

Dies würde, selbst wenn man den Widerspruch zwischen beiden Thesen zunächst einmal übergeht, allenfalls den Zeitpunkt des Zwischenfalls erklären – und nicht einmal das. Denn der Kriegszustand soll nach Poroschenkos Antrag zunächst bis zum 25. Januar befristet sein. Danach müsste er also weiter verlängert werden, damit dieses Szenario eintreten könnte.

Worum sich die russischen Kommentare herumdrücken, ist die Anerkennung, dass es hinsichtl...

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