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27.11.2018 / Ausland / Seite 7

Vorwand gesucht

Kolumbiens Regierung will Friedensverhandlungen mit der ELN offenbar um jeden Preis abbrechen

Volker Hermsdorf

Die Regierung Kolumbiens hat die seit einigen Monaten unterbrochenen Friedensgespräche mit der Guerillaorganisation »Nationale Befreiungsarmee« (ELN) erneut torpediert. Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldete, hat Bogotá die kubanische Regierung am Dienstag letzter Woche zur Auslieferung des obersten ELN-Comandante Nicolás Rodríguez Bautista aufgefordert. Bereits Anfang November hatte das kolumbianische Außenministerium von den zuständigen Stellen in Havanna, wo die Friedensgespräche bislang stattfanden, Auskunft über den Aufenthaltsort mehrerer Guerillaführer verlangt.

Die ELN hatte Anfang des Monats den auch »Gabino« genannten Comandante Bautista zum Leiter ihrer Verhandlungskommission ernannt und darüber die Regierung in Bogotá informiert. Deren Beauftragter für die Friedensgespräche, Miguel Ceballos, erklärte später jedoch, dass sich Kolumbiens Präsident Iván Duque selbst aussuchen könne, mit wem er reden wolle. Duque selbst warf am 18. November ge...

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