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27.11.2018 / Ausland / Seite 6

Keine Milde mehr

Frankreichs Kommunisten suchen nach Einheit und Bestätigung ihrer »roten Identität«

Hansgeorg Hermann, Paris

Acht Jahre stand Pierre Laurent (61) an der Spitze der Französischen Kommunistischen Partei (PCF). Am vergangenen Wochenende löste ihn der elf Jahre jüngere Fabien Roussel ab. Mit dem Spross einer seit Generationen in der kommunistischen Bewegung verhafteten Familie aus dem armen Norden des Landes hat die PCF wohl endlich denjenigen gefunden, den sie an die politische Front schicken kann. »Das Ende der Gelassenheit«, kommentierten in der vergangenen Woche bereits die Tageszeitungen Frankreichs – es soll keine Milde mehr mit dem politischen Gegner geben, möge er auch Jean-Luc Mélenchon heißen und sich als Wortführer der parlamentarischen Linken verstehen.

Der Abgeordnete und ehemalige Journalist Roussel kann sich vor den Wahlen zum Europaparlament auf eine relativ sichere Basis in seiner Partei stützen. Auf dem Parteitag in Ivry-sur-Seine erhielt er 442 von 569 abgegebenen Stimmen – eine Quote von 77,6 Prozent. Sein von den Delegierten des 38. Kongresses m...

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