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22.11.2018 / Thema / Seite 12

Das Schweigen bricht auf

Die Me-Too-Debatte ist in Indien angekommen. Zahlreiche Journalistinnen und Schauspielerinnen haben sich zu sexuellen Übergriffen geäußert. Seitdem diskutiert das Land über sexuelle Gewalt

Thomas Berger

Jetzt wird die sogenannte Me-Too-Debatte auch in Indien geführt. Als im Oktober 2017 die westliche (Kultur-)Welt und vor allem die milliardenschwere US-Filmindustrie durch die Skandalmeldungen über sexuelle Übergriffe des Filmproduzenten Harvey Weinstein erschüttert wurden und bald Anschuldigungen gegen weitere Prominente folgten, blieb es auf dem Subkontinent verdächtig ruhig. Während sich in den USA und in Europa in den folgenden Wochen und Monaten immer mehr Frauen aus der Kulturindustrie zu ihren Erfahrungen mit sexueller Gewalt öffentlich äußerten, fiel im Zuge der immer neuen Vorwürfe und Enthüllungen kaum auf, dass »Me Too« zwischen Mumbai, Delhi, Kolkata und Bengaluru (Bangalore) anscheinend immer noch kein Thema war.

Allerdings hat die Welle nur ein wenig länger gebraucht, um nun auch in Indien ans Licht zu bringen, was zahlreiche einflussreiche Männer nur zu gern für immer unter den Teppich kehren würden. Zu ihnen zählt Mobashar Jawed Akbar, bis...

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