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22.11.2018 / Feuilleton / Seite 10

Maschinen, verloren in der Übersetzung

Thomas Wagner

Sind Berufe wie der des Übersetzers oder Dolmetschers zum Aussterben verurteilt und macht es künftig überhaupt noch Sinn, sich der zuweilen mühevollen Prozedur des Fremdsprachenlernens zu unterziehen? Im Augenblick scheint es, als ob man beide Fragen schon in zehn oder zwanzig Jahren mit Nein wird beantworten müssen. In naher Zukunft »sollte es für deutsche Wissenschaftler beispielsweise möglich sein, mit Hilfe entsprechender Apps an einer rein chinesischsprachigen Konferenz teilzunehmen«, so die FAZ (10.10.2018).

Der Grund für die Fortschritte auf dem Gebiet des maschinellen Übersetzens ist ein relativ neuer Forschungsansatz auf dem lange Zeit eher stagnierenden Feld der künstlichen Intelligenz (KI). Das »tiefe Lernen« (Deep Learning) mit Hilfe sogenannter neuronaler Netzwerke ermöglicht es, dass ein auf der Grundlage einer geringen Datenmenge trainiertes neuronales Netzwerk mit unstrukturierten Daten und einem unbegrenzten Input arbeiten kann. Die Leist...

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