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22.11.2018 / Ausland / Seite 6

Blutige Oliven

Im nordsyrischen Afrin stehlen Besatzungstruppen die Ernte. Streit um Verteilung der Beute

Nick Brauns

In der seit März von der türkischen Armee besetzten, vor allem von Kurden besiedelten Region Afrin im Norden Syriens lässt Ankara systematisch die Olivenernte plündern. Zu diesem Zweck wurde vor zwei Wochen bei der Stadt Dschindires eigens ein neuer Grenzübergang in die Türkei eröffnet, über den nach Angaben türkischer Oppositionsparteien bereits 50.000 Tonnen Olivenöl in die Türkei gebracht wurden. »Wir wollen nicht, dass die Gewinne an die PKK gehen. Wir wollen, dass die Gewinne aus diesem unter unserer Kontrolle stehenden Gebiet an uns gehen«, rechtfertigte Landwirtschaftsminister Bekir Pakdemirli während der Haushaltsverhandlungen im türkischen Parlament am Sonnabend den mit Hilfe türkischer Landwirtschaftskooperativen betriebenen Olivenraub. Ankara stuft die in Afrin als Guerilla gegen die Besatzungstruppen kämpfenden Volksverteidigungseinheiten (YPG) als Ableger der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) ein. Der Abgeordnete der linken kurdischen Demokrati...

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