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23.11.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Krösus, Sänger, Clown

Das Personaltableau für die Wahlen in der Ukraine im nächsten Jahr verspricht wenig Gutes. »Prorussische« Opposition zerstritten

Reinhard Lauterbach

Im Frühjahr 2019 muss sich Präsident Petro Poroschenko zur Wiederwahl stellen, später im Jahr stehen auch Parlamentswahlen zur Werchowna Rada, dem ukrainischen Parlament, an. Keinen Zweifel gibt es an der erneuten Kandidatur des Amtsinhabers und daran, dass seine Hauptherausforderin Julia Timoschenko sein wird. Große inhaltliche Unterschiede zwischen ihnen gibt es nicht. Beide stehen für eine nationalistische Politik, eine Orientierung an der NATO und die Fortsetzung des Krieges im Donbass.

Timoschenko sucht persönlich die Revanche dafür, dass sie 2014 von Poroschenko und ihrem damaligen Parteifreund Arsenij Jazenjuk aus dem innersten Kreis der Kiewer Politik ausgebootet wurde. Die Grundlage für ihre Bewerbung besteht darin, dass ihre beiden damaligen Kontrahenten inzwischen in den Augen der Bevölkerung abgewirtschaftet haben.

Jazenjuk wird in allen vorliegenden Umfragen mit Werten weit unter einem Prozent gelistet und fällt damit als ernstzunehmende...

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