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21.11.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Legende vom Einzeltäter

Affäre um Bankenaufsichtschef in Polen: Nach Veröffentlichung von Abhörprotokollen wächst der Druck auf die Regierungspartei

Reinhard Lauterbach

Eine Woche nach der Veröffentlichung eines Gesprächs, in dem der polnische Chefbankenaufseher Marek Chrzanowski den Bankier Leszek Czarnecki erpresst hatte (siehe jW vom 16. November), kristallisieren sich zwei in der Grundrichtung absehbare Deutungen der Affäre heraus. Die Regierungspartei PiS (deutsch: »Recht und Gerechtigkeit«) und die ihr nahestehenden Medien stellen die Sache so dar, als wäre mit dem Rücktritt von Chrzanowski noch am Tage der Veröffentlichung alles erledigt. Der Staat habe getan, was seines Amtes ist und Schluss, so Ministerpräsident Mateusz Morawiecki. Die oppositionellen Medien versuchen indes, die Sache maximal am Kochen zu halten. Das linke Satireblatt Nie (Nein) bot eine Faustregel: Wenn Chrzanowski ein schnelles Verfahren bekomme, sei er wohl ein von der Gier hingerissener Einzeltäter gewesen, der einem Bekannten einen höchst einträglichen Posten habe verschaffen wolle. Ziehe sich die Sache dagegen hin, dann habe er im Auftrag...

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