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21.11.2018 / Inland / Seite 2

»Verschiebung der Machtasymmetrie ist möglich«

Nach Widerstand im Hambacher Wald: Ziviler Ungehorsam ist zunehmend akzeptierte Protestform. Ein Gespräch mit Simon Teune

Simon Haux

Die Bilder von den Protesten im Hambacher Forst während des Sommers wirken bei vielen noch nach. Wie kommt es dazu, dass Menschen auf Bäume klettern, sich an Gleise ketten oder Plätze und Gebäude besetzen?

Zum einen steht ziviler Ungehorsam meist nicht am Anfang eines Konflikts. Oft gibt es zuvor bereits andere Formen des Protests, wie Petitionen oder Demonstrationen. Wenn diese scheitern, kann ziviler Ungehorsam eine Art der strategischen Eskalation sein: die Entscheidung, in begrenzter Weise Gesetze zu übertreten, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

Zum anderen gibt es natürlich unterschiedliche Protestmilieus. Für manche Gruppen ist ziviler Ungehorsam ein naheliegendes Mittel der politischen Auseinandersetzung, für andere nicht. In den letzten Jahren hat die gesellschaftliche Akzeptanz von zivilem Ungehorsam als Protestform aber zugenommen.

Gerade in der Auseinandersetzung mit der Polizei zeigt sich oft eine klare Machtasymmetrie bezüglich der eingese...

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