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26.11.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

»Wenn wir nicht mehr fahren, ist Feierabend«

Ehemaliger Busfahrer berichtet von Lohndumping bei Berliner Verkehrsbetrieben. Ein Gespräch mit Lothar-Erich Kurth

Susanne Knütter

Warum sollte man bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) arbeiten und nicht bei der Berlin Transport GmbH (BT)?

Als Betriebsrat der BT habe ich immer dafür geworben, zur BVG zu gehen. Weil es da mehr Chancen und Qualifizierungsmöglichkeiten gibt. Und nun erlebe ich diese Dinge als Beschäftigter der BVG. Das ist ein Treppenwitz. Die Geschäftsführung ist sich nicht zu schade, mit einem 64jährigen vor Gericht zu streiten. Das zeigt, wieviel Interesse daran besteht, den Zustand zu erhalten.

Worum geht es in dem Gerichtsprozess?

Vor etwa zweieinhalb Jahren wurde ich in Folge eines Augeninfarkts fahrdienstuntauglich. Da ich mittlerweile seit dem Jahr 2000 in dem Konzern arbeite – 14 Jahre bei der BT und anschließend bei der BVG –, wurde ich auf eine andere Stelle versetzt.

Drei Monate nach dem Infarkt wurde mir mitgeteilt, dass ich von der Lohngruppe 5 in die Lohngruppe 2 herabgestuft werde, was etwa 280 Euro brutto weniger bedeutete – ein finanzielles Desaste...

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