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26.11.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Züge ohne Fahrer

Schlechte Arbeitsbedingungen, zuwenig Personal: Berliner Verkehrsbetriebe stecken in der Krise. Beschäftigte wehren sich, Unternehmen wiegelt ab

Susanne Knütter

Verspäten sich in Berlin die U-Bahnen oder fallen sie aus, kommt das Social-Media-­Team der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) oft genug in Erklärungsnot. Es liege, hieß es in der vergangenen Woche, an den Fahrradfahrern, die bei der Kälte lieber mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren – und am hohen Fahrgastaufkommen. Der Berliner Fahrgastverband IGEB nannte den 20. November, an dem es zu besonders vielen Zugausfällen und Verspätungen gekommen war, deshalb einen »schwarzen Dienstag« und sprach von einer »U-Bahnkrise«. Die habe vor sechs bis sieben Jahren begonnen und sei auf die Sparpolitik des damaligen Finanzsenators Thilo Sarrazin (SPD) zurückzuführen, erklärte Jens Wieseke vom IGEB gegenüber jW am Donnerstag. Aus seiner Sicht ist die schlechte Situation eindeutig auf den Personalmangel und der wiederum auf die »miserable Bezahlung« bei der BVG zurückzuführen.

Das sieht BVG-Pressesprecherin Petra Reetz anders. Die Bahnausfälle seien »eindeutig« auf d...

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