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16.11.2018 / Feminismus / Seite 15

Stille Außenseiterin

Der österreichischen Schriftstellerin Jeannie Ebner zum 100. Geburtstag

Christiana Puschak

Es gibt weniger bekannte österreichische Schriftstellerinnen der Nachkriegszeit, deren Wiederentdeckung sich lohnt: Eine davon – und zugleich eine der wenigen vom Surrealismus beeinflussten deutschsprachigen Dichterinnen – ist Jeannie Ebner, die sich »dem tosenden Betrieb beharrlich verweigert hat«, wie es 2004 in einem Nachruf der Neuen Zürcher Zeitung hieß. Sie veröffentlichte Romane, Erzählungen und Gedichte und war zugleich eine hervorragende Übersetzerin, unter anderem von Doris Lessing und Edna O’Brien.

Jeannie Ebner, 1918 als Jeannie Allinger im australischen Sydney geboren und in Niederösterreich in der Wiener Neustadt aufgewachsen, verlor achtjährig ihren Vater und kurz darauf ihren Bruder. Für Jeannie Ebner waren es traumatische Trennungs- und Verlusterfahrungen. In späteren Texten, wie beispielsweise in »Zauberer und Verzauberte« (1992), aber auch in Gedichten wie »Das tote Kind«, versuchte sie, solche Erfahrungen zu verarbeiten: »Heimgehn … / ...

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