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15.11.2018 / Ausland / Seite 6

Außer Spesen nichts gewesen

Italiens Rechtsregierung inszeniert ergebnislose Libyen-Konferenz

Knut Mellenthin

Das Ergebnis steht wieder einmal im totalen Gegensatz zum Aufwand: Eine Libyen-Konferenz in Italien, die am Montag und Dienstag unter Beteiligung von mehr als 30 Staaten stattfand, endete ohne praktische Ergebnisse und verbindliche Vereinbarungen. Trotzdem lautet das vorherrschende Urteil, dass der sicher nicht ganz billige Event »erfolgreich« gewesen sei.

Das Großereignis in Siziliens Hauptstadt Palermo war von der italienischen Regierung organisiert worden, um die von ihr beanspruchte Führungsrolle in allen libyschen Angelegenheiten zu unterstreichen und wiederherzustellen. Wichtigster Auslöser dafür war der Versuch des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, diese Rolle an sich zu reißen: Im Mai hatte er die Hauptkontrahenten der libyschen Konfliktsituation, den zwar machtlosen, aber international anerkannten Präsidenten Fajes Al-Sarradsch und den über den Osten des Landes herrschenden Warlord Khalifa Haftar, in Paris zusammengebracht. Dabei gewann ...

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