Der Schwarze Kanal
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10.11.2018 / Ausland / Seite 6

Für Wahrheit und Würde

In Tunesien verteidigen Menschenrechtsorganisationen die Aufarbeitung staatlicher Verbrechen

Sofian Philip Naceur

In Tunesien haben sich mehrere Nichtregierungsorganisationen zu Wort gemeldet, um den anhaltenden Attacken mehrerer Parteien und Polizeigewerkschaften gegen die Aufarbeitung der Vergangenheit im Land entgegenzutreten. 2014 war in dem nordafrikanischen Land eine Wahrheitskommission ins Leben gerufen worden, die »Instanz für Wahrheit und Würde« (IVD). Sie soll die Untersuchung der Verbrechen vorantreiben, die zwischen 1956 und 2013 von staatlichen Stellen unter den damaligen Staatschefs Habib Bourguiba und Zine El-Abidine Ben Ali begangen wurden. Mehr als 62.000 Beschwerden hat die IVD bislang entgegengenommen und fast 50.000 geheime Anhörungen durchgeführt.

Im Mai 2018 begannen vor 13 Sondergerichten Gerichtsverfahren gegen die mutmaßlichen Täter. Seither werden IVD und Übergangsjustiz zur Zielscheibe von Anfeindungen politischer Akteure, die dem 2011 gestürzten Regime Ben Alis nahestehen. Seit Oktober haben diese Attacken eine neue Dimension erreicht. Die...

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