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09.11.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Jede Distanz verloren

Nähe von Mitgliedern der AfD zu Neonazis durch antifaschistische Recherchen ausreichend belegt

Gerd Wiegel

Das gemeinsame Marschieren mit Neonazis in Chemnitz war eine Wende für die AfD: Allerdings ging es danach in unterschiedliche Richtungen weiter. Die sich auch mit dem Einzug in den Bundestag fortsetzende Radikalisierung der Partei und der weitere Aufstieg in den Umfragen haben offensichtlich bei größeren Teilen zur Fehlwahrnehmung geführt, man könne auch in aller Öffentlichkeit den Schulterschluss mit ganz rechts zelebrieren. Das ist generell nicht neu, geschah jedoch in Chemnitz für alle sichtbar und machte angesichts der Ausschreitungen und Gewalttaten des rechten Mobs noch für den letzten bürgerlichen Konservativen klar, dass die AfD die Distanz zur Neonaziszene verloren hat. Während die Partei in den Tagen nach Chemnitz die Demonstrationen verteidigte und die Teilnehmenden gegen den Verdacht der rechten Gesinnung in Schutz nahm, hat man nun vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte den Verein »Pro Chemnitz«, der die Demonstrationen organisierte, auf ...

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