Gegründet 1947 Montag, 18. März 2019, Nr. 65
Die junge Welt wird von 2173 GenossInnen herausgegeben
08.11.2018 / Ausland / Seite 8

»Ankara verletzt internationales Recht«

Seit Ende Oktober beschießt die Türkei Gebiete im kurdischen Norden Syriens. Ein Gespräch mit Ibrahim Murad

Gitta Düperthal

Soldaten der Türkei greifen erneut den Norden Syriens an – ausgerechnet Kobani, arabisch Ain Al-Arab. Das ist jener Kanton im kurdischen Autonomiegebiet, den die Volksverteidigungseinheiten YPG Ende Januar 2015 von der Belagerung des »Islamischen Staates« befreit hatten. Wie ist die Lage aktuell?

Seit dem 28. Oktober bombardiert die türkische Armee diese Region in Nordsyrien, die unter kurdischer Selbstverwaltung steht. Die Soldaten der Türkei hatten die Grenze teilweise überschritten. Bei den bisherigen Angriffen auf die Stadt Kobani und die nahe gelegene Kleinstadt Gire Sipi (arabisch Tel Abjad, jW) gab es mehrere Verletzte und Tote. Nach meiner Kenntnis wurden am Montag ein Kind und ein Kämpfer der YPG getötet; zwei Journalisten der in Rojava ansässigen Nachrichtenagentur Anha wurden in den vergangenen Tagen verletzt.

Die Bevölkerung zieht sich zunächst aus der Grenzregion zurück, Selbstverteidigungseinheiten haben dort Stellung bezogen. Bürgerinnen un...

Artikel-Länge: 3894 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €