Gegründet 1947 Donnerstag, 21. März 2019, Nr. 68
Die junge Welt wird von 2173 GenossInnen herausgegeben
07.11.2018 / Titel / Seite 1

Macrons kalter Krieg

Frankreichs Präsident fordert eine »europäische Armee«. Der Feind heißt Russland, doch Aufrüstung richtet sich auch gegen China und die USA

Hansgeorg Hermann, Paris

Der neue Feind ist der alte und heißt Russland: Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron will deshalb »eine richtige europäische Armee«, ohne die sich die in der Europäischen Union vereinigten Staaten »nicht verteidigen« könnten. Ausgerechnet während seiner einwöchigen Reise durch den Norden des Landes, wo er seit Sonntag die Schauplätze der furchtbarsten Schlachten des Ersten Weltkrieges aufsucht, erklärte Macron im Jargon eines Kriegsherren: »Angesichts eines Russlands, das an unseren Grenzen steht und gezeigt hat, wie bedrohlich es sein kann, brauchen wir ein Europa, das sich besser und in souveräner Manier selbst verteidigen kann, ohne von den USA abhängig zu sein.«

Die gegenwärtigen und künftigen »Feinde« beim Namen nennend, sprach der Präsident in einem am Dienstag morgen veröffentlichten Interview des Radiosenders Europe 1 von »autoritären Kräften, die wieder auftauchen und sich an den Grenzen Europas wiederbewaffnen«. Die Europäer müssten sich »vor ...

Artikel-Länge: 3279 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €