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06.11.2018 / Ausland / Seite 6

Feine Preise

Paris vertreibt seine Bewohner. Schon sechs Jahre vor Olympia erreichen die Mieten Rekordhöhen

Hansgeorg Hermann, Paris

Die französische Hauptstadt Paris macht sich für die Olympischen Sommerspiele im Jahr 2024 fein. Die Oberfläche wird für den zu erwarteten Touristenstrom poliert, darunter verstecken sich soziales Elend und Hoffnungslosigkeit. Schon jetzt sind in der Metropole an der Seine Wohnungen unbezahlbar, die Mieten unerschwinglich. Das könnte in den kommenden sechs Jahren noch schlimmer werden. Die nach London und New York dritteuerste Stadt der Welt vertreibt mit unkontrolliertem Immobilienhandel ihre eigenen Einwohner. Bei Kaufpreisen von bis zu 15.000 Euro pro Quadratmeter und Monatsmieten von 1.900 Euro für eine Zweizimmerwohnung sind alte Menschen gezwungen, ihren Geburtsort zu verlassen, junge Familien können sich nicht einmal ein Zuhause in den Banlieues genannten Vorstädten leisten. Die Zahl der Obdachlosen steigt.

Im vergangenen Winter wagte sich die Stadtverwaltung an eine Arbeit, die wenig erfreuliche Ergebnisse versprach: In der Nacht vom 15. auf den 1...

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