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06.11.2018 / Titel / Seite 1

Eine Armlänge Abstand

Die AfD versucht sich in Distanz zu Neonazis, um Beobachtung durch Verfassungsschutz zu vermeiden. Seehofer pensioniert Geheimdienstchef Maaßen

Michael Merz

Der am Montag abberufene Verfassungsschutzchef wird nicht auf einen gutdotierten Posten im Innenministerium wechseln. Ressortchef Horst Seehofer, der stets seine Hand über Hans-Georg Maaßen hielt, hat für ihn doch keine Anschlussverwendung mehr. Der CSU-Vorsitzende schickte Maaßen am Montag in den Ruhestand. Letzterer hatte nach einer durch ihn ausgelösten Krise zwischen den Regierungsparteien und der Ankündigung seiner Versetzung entgegen allen Fakten weiterhin Neonaziübergriffe in Chemnitz bestritten. Als Schuldige für seinen Jobverlust machte er laut einem Redemanuskript vom 18. Oktober statt dessen »die Medien« und »linksradikale Kräfte in der SPD« aus.

Mit Maaßen verliert die AfD einen gewichtigen Komplizen. Konnten sich die Wortführer der Rechtsnationalen mit ihm im Amt sicher sein, nicht unter Beobachtung gestellt zu werden, macht sich nun Nervosität breit. Schließlich will die Parteispitze bürgerlich-konservative Wähler nicht verprellen. Das Di...

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