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03.11.2018 / Thema / Seite 12

Keine nationale Angelegenheit

»Die Zukunft gehört überall dem Bolschewismus«: Vor 100 Jahren beendete Rosa Luxemburg die Arbeit an ihrem Manuskript zur russischen Revolution

Leo Schwarz

Am 8. November 1918 verließ Rosa Luxemburg das Gefängnis in Breslau. Niemand hinderte sie daran: Die Revolution hatte die schlesische Stadt erreicht. Am 10. November traf sie abends in Berlin ein. In dem Hotel in der Nähe des Anhalter Bahnhofs, wo sie die Nacht verbrachte, konstituierte sich am nächsten Tag der Spartakusbund; zwei Monate aufreibender politischer und journalistischer Arbeit für die deutsche Revolution folgten. Dann wurde Rosa Luxemburg ermordet.

In den letzten Wochen der Breslauer Haft hatte sie an einem Manuskript gearbeitet, das ihre Haltung zu einer anderen Revolution klären und darlegen sollte: der russischen. Anlass für diese Niederschrift war eine Auseinandersetzung mit dem engen Kreis ihrer politischen Freunde: Ernst Meyer, der nach der Verhaftung von Leo Jogiches im Frühjahr 1918 die Flugschriften der Spartakusgruppe betreute, hatte einen Artikel Rosa Luxemburgs über den Frieden von Brest-Litowsk mit einer distanzierenden redaktion...

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