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01.11.2018 / Medien / Seite 15

Wes Brot ich ess’

Arabische Medien berichteten zurückhaltend über den Fall Chaschukdschi. Große Ausnahme war Al-Dschasira. Nicht ohne Grund

Gerrit Hoekman

Die Affäre Dschamal Chaschukdschi (englisch Jamal Khashoggi) hat das Regime Saudi-Arabiens als ein mörderisches entlarvt. Doch die Berichterstattung zu diesem Thema wirft kein gutes Licht auf Medien der Großregion. Saudi-Arabien gegenüber waren sie sehr wohlwollend. Das liegt unter anderem daran, dass die Golfmonarchie an vielen Medienhäusern in Nordafrika und dem Mittleren Osten Anteile hat. Zudem steckt hinter unzähligen Werbekunden direkt oder indirekt saudisches Geld.

Die Finanzkraft des neben Russland und den USA größten Ölförderstaates der Welt gibt den Herrschern in Riad eine gewaltige Macht in die Hand. Damit kann das Regime die Medien in der Region zu seinen Gunsten beeinflussen. So ist es kein Wunder, dass die meisten Zeitungen und Fernsehsender im genannten Mordfall Riad die Stange halten. Von Anfang an folgten sie der offiziellen Linie. »Oder sie woben alternative Szenarien eines gemeinsamen Komplotts der Erzrivalen von Saudi-Arabien, Katar un...

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