Der Schwarze Kanal
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31.10.2018 / Feuilleton / Seite 10

Völker, hört die Kantate

Sonderkonzerte »Brückenschläge Ost–West«: Die Berliner Symphoniker entstauben Erwin Schulhoffs »Das Kommunistische Manifest«

Kai Köhler

Seit vielen Jahren müssen die Berliner Symphoniker weitgehend ohne staatliche Zuschüsse auskommen. Nun verfolgen sie eine neue, gewagte Strategie: Statt sich mit beliebten Werken Eintrittsgelder zu sichern, kommt Musik zu Gehör, die sonst kaum je gespielt wird. In einer Stadt, in der Beethoven- oder Brahms-Sinfonien fast wöchentlich auf Programmen stehen, bedeutet dies eine Bereicherung.

Unbekannte Werke brauchen einen Zusammenhang. Eine Reihe von Sonderkonzerten ist mit »Brückenschläge Ost–West« betitelt. Das Orchester möchte »die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der musikalischen und damit auch in gewissem Maße in der politischen Entwicklung im West- und Ostdeutschland der Nachkriegszeit darstellen und darin die Werke damals schaffender Komponisten neu erklingen lassen«. Als mögliches Ergebnis nimmt das Programmheft vorweg, dass »deren Arbeiten, trotz unterschiedlicher politischer Ausrichtung, durchaus ähnliche ästhetische Ergebnisse erzielen konnten...

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