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30.10.2018 / Ausland / Seite 7

Nur eine Geste?

Politisches Theater um eine seltsame Klausel des Friedensvertrags zwischen Israel und Jordanien

Knut Mellenthin

Jordaniens König Abdullah II. hat am 21. Oktober zwei Anhänge zum Friedensabkommen mit Israel gekündigt. Der Vertrag war am 26. Oktober 1994 unterzeichnet worden. Die Zusatzvereinbarungen gelten 25 Jahre lang und verlängern sich danach automatisch, falls sie nicht ein Jahr vor Ablauf der Frist gekündigt werden. Israel kann jetzt auf Verhandlungen über die jordanische Maßnahme bestehen und will dieses Recht offenbar wahrnehmen.

Diese beiden Anhänge zum Friedensvertrag betreffen zwei weit voneinander entfernt liegende Gebiete an der israelisch-jordanischen Grenze: Bakura (hebräisch: Naharajim), ungefähr zehn Kilometer südlich vom See Genezareth, und das Gebiet von Ghumar (Zofar) im Süden. Englischsprachige israelische Medien sprechen meist von »Pachtabkommen«, und dieser Begriff scheint sich auch international durchgesetzt zu haben. In Wirklichkeit ist aber in der Übereinkunft nirgendwo von Pacht die Rede, und Jordanien erhält auch keinen Pachtzins oder and...

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